Autarkes Wohnen auf dem Wasser: Das schwimmende Haus Amor II
Damit ist das zweite Modell des kroatischen Startups laut Robb Report für netzunabhängiges Wohnen auf dem Wasser ausgelegt.

Schwimmendes Haus mit autarker Energieversorgung
Der Amor II von Oasis Meu setzt auf 39 Fuß Rumpflänge, zwei 15-kW-Elektromotoren und Solarmodule auf dem Dach. Die Batteriebank sitzt im unteren Rumpf. Damit ist das zweite Modell des kroatischen Startups laut Robb Report für netzunabhängiges Wohnen auf dem Wasser ausgelegt. Erste Auslieferung: Anfang 2027.
Technik: Rumpf, Antrieb, Energie
Die erste Amor lief 2023 als Stahlprototype in kroatischen Gewässern vom Stapel. Amor II wechselt auf Composite-Bauweise mit Formwerkzeugen – Vorteil: konsistente Fertigung, engere Toleranzen, kürzere Bauzeit pro Einheit. Der 39-Fuß-Rumpf wurde gegenüber dem Prototyp überarbeitet. Konventionelle Außenborder entfallen. Ein integriertes Elektroantriebssystem übernimmt den Vortrieb – leiser im Betrieb, weniger Wartungsaufwand, keine Abgase an Bord. Photovoltaik auf dem Dach lädt eine Batteriebank im Rumpfboden. Von dort versorgt das System die beiden 15-kW-Motoren sowie die Hotel-Last (Beleuchtung, Kühlung, Pumpen, Bordelektronik). Wasser- und Energiemanagement wurden laut Hersteller so ausgelegt, dass längere Liegezeiten ohne Landanschluss möglich sind. Für Resorts, Marinas oder private Eigner relevant: Der Formwerkzeug-Ansatz erlaubt Serienfertigung mit reproduzierbaren Werten. Das Konzept skaliert damit über Einzelexemplare hinaus – Oasis Meu spricht selbst von „Watersuites", die Komfort eines Hauses mit Mobilität einer Yacht verbinden sollen. Interesting Engineering hebt den Wechsel von Stahl zu Composite und den damit verbundenen Produktionsansatz hervor.
Wohnen und Layout
Rund 754 Quadratfuß verteilen sich auf zwei Decks. Oben: überarbeitete Küche und Hauptschlafbereich mit Zugang zur oberen Terrasse. Unten: zusätzliche Gästekabine, mehr Stauraum. Großzügige Verglasung und Schiebetüren öffnen die Innenräume zu Außenterrassen – eine davon mit Jacuzzi und direkter Wasserleiter ins Element.
Was offen bleibt
Tagesertrag der PV-Anlage in kWh, Batteriekapazität in kWh oder Ah und Reichweite unter reinem Solarbetrieb nennen weder Robb Report noch Interesting Engineering. Auch zu Service-Intervallen der E-Motoren, Ladezeiten bei Schlechtwetter und Genehmigungsanforderungen in EU-Binnengewässern liefern die vorliegenden Quellen keine belastbaren Zahlen. Wer autark auf Wasser leben will, sollte diese Punkte vor Vertragsschluss direkt beim Hersteller abfragen – inklusive Realverbrauch der Hotel-Last im Stand und maximaler Liegezeit ohne Nachladen.