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DIY Showcase auf der Overland Expo Mountain West 2026: Handgemachte Abenteuer

Wie die Overland Expo ankündigt, kehrt der DIY Showcase zur Mountain West 2026 zurück und feiert all jene, die ihre Expeditionsmobile nicht vom Fließband, sondern aus eigener Garage, Werkstatt und…

aktualisiert 15. August 2026

DIY Showcase auf der Overland Expo Mountain West 2026: Handgemachte Abenteuer

Wie die Overland Expo ankündigt, kehrt der DIY Showcase zur Mountain West 2026 zurück und feiert all jene, die ihre Expeditionsmobile nicht vom Fließband, sondern aus eigener Garage, Werkstatt und vielen späten Abenden mitbringen. Ihr kennt das Gefühl: halbfertiger Ausbau, eine Schranktür, die seit Wochen nicht passt, und die leise Frage, ob man das eigentlich kann. Genau für solche Momente ist die Show gemacht – vom 21. bis 23. August öffnet The Ranch in Loveland, Colorado, seine Tore und zeigt Builds, wie Overlander sie mit eigenen Händen, einem alten Truck und einer ordentlichen Portion Pragmatismus auf die Räder stellen.

Drei Garagen, drei Wege ins Abenteuer

Laut Overland Expo stehen dieses Jahr drei Projekte besonders im Rampenlicht. Levi Palmer aus Spokane hat einen gebrauchten K3500-Worktruck in ein Familienexpeditionsfahrzeug verwandelt: Radstand um 24 Zoll gekürzt, Dana-60-Vorderachse mit Kingpin, 14-bolt-Hinterachse mit 5.38-Übersetzung, ARB Air Lockers und 40-Zoll-Milestar-Patagonias. Auf das selbst gefertigte Alu-Flatbed baute er einen Pop-up-Camper komplett in Eigenregie – mit Bambus-Schränken, handgegossenen Arbeitsplatten aus Schwarznussholz, Dometic-Kühlschrank, Doppelbrenner, Spüle, Fußbodenheizung, Propex-Heizung und Queensize-HEST-Matratze. 400 Watt Solar und 300 Ah Lithium halten die Familie – Frau, kleiner Sohn, drei Cattle Dogs – auch abseits vom Netz autark.

Build Nummer zwei ist Channing Cash mit seinem Toyota Tacoma samt Hardtop-Aluminium-Camper, gebaut für Vollzeitreisen im Rollstuhl. Als Gründer von All Abilities Overland zeigt er, wie durchdachtes Design Overlanding auch für alle anderen möglich macht: Stauraum, Camp-Setup und adaptives Equipment sind über Tausende Meilen gereift. Build Nummer drei: "Old Blue", ein 1963er Dodge Power Wagon M43-Ambulance, den John Van Vlack mit seiner Frau Linda auf ein 1993er Dodge W250-Cummins-4x4-Fahrwerk mit Sechsgang-Schaltgetriebe gesetzt hat. Innen warten Birkenschränke, eine Metzgerblock-Arbeitsplatte, eine clevere Dachzelt-Konstruktion, die Stehhöhe schafft, Dieselheizung, Solarstrom, Lithium und ein selbst gebauter Batwing-Vorhang.

Kochen ohne offene Flamme, einfach mit Akku

Was mir im Hochsommer regelmäßig auf den Nägeln brennt: die Frage "und was kochen wir jetzt?", wenn schon wieder ein Feuerban ausgerufen ist. Laut Lectric Boil gibt es ab Booth C324 eine konkrete Antwort. Der Overlander ist ein tragbarer, batteriebetriebener Induktionskocher mit zwei Kochfeldern, der gleichzeitig als Stromspeicher dient. Der abnehmbare 1-kWh-Akku liefert je nach Last ein bis drei Stunden Kochzeit und lädt unterwegs Laptops, Lampen und Kameras. Kein Propan, keine offene Flamme, kein mulmiges Gefühl in der Trockenheit – genau die Rechnung, die die meisten von uns ab Juli ohnehin im Kopf haben.

Was das für euren Alltag bedeutet

Die Show läuft Freitag und Samstag von 9 bis 17 Uhr, Sonntag von 9 bis 15 Uhr. Wenn ihr nicht selbst nach Loveland fahrt, nehmt die drei Builds als Lehrstunde für euer eigenes Projekt mit – nicht als Einkaufsliste, sondern als Beweis, dass ein brauchbares Expeditionsmobil nichts mit Markenlogo und Showroom-Lack zu tun hat. Lieber Maßstab raus, Materialpreise in Euro pro laufendem Meter umrechnen, dann erst entscheiden. Pragmatismus schlägt Perfektion – wie immer.