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Warum der Roadtrip zum neuen Standard für Reisende weltweit wird

Laut Daten von Trip.com sind die weltweiten Mietwagenbuchungen im vergangenen Jahr um 81 Prozent gestiegen — und wer in den letzten Monaten einen Camper oder Mietwagen buchen wollte, hat das am eigenen Leib gespürt. Das ist kein Hype, der morgen vorbei ist.

aktualisiert 27. August 2026

Warum der Roadtrip zum neuen Standard für Reisende weltweit wird

Selbstfahren ist die Art, wie immer mehr Menschen unterwegs sein wollen, und es hat handfeste Folgen für unseren Alltag auf vier Rädern.

Wo der Trend am stärksten zieht

Die Zahlen zeichnen eine klare Landkarte. Japan liegt bei den Selbstfahrer-Destinationen vorne — Buchungen wuchsen dort um 119 Prozent im Jahresvergleich. Südkorea legte sogar um 148 Prozent zu, Australien um 74, Thailand um 59. Auf Städteebene stechen Tokyo (plus 156 Prozent), Jeju (148), Sapporo (129), Fukuoka (88) und Okinawa (87) hervor. Spannend für uns: Die Japaner fahren längst nicht mehr nur im Zentrum, sondern raus auf Hokkaidos offene Straßen, über Kyushus Inselrouten und entlang der Küsten am Fuji — genau das Terrain, in dem wir uns zu Hause fühlen.

In Europa legen Italien (plus 88 Prozent), Spanien (80) und Deutschland (75) am stärksten zu. Roadtrip-Inhalte aus Spanien schnellten laut den Community-Daten um 662 Prozent nach oben, aus UK um 371, aus Italien um 211. Toskana, spanische Küstenstraßen, englische Dörfer — die Sehnsucht nach Landstraße statt Flughafen ist überall dieselbe.

Was das für unseren Alltag bedeutet

Mehr Selbstfahrer bedeutet mehr Konkurrenz um die guten Plätze — und mehr Nervenproben bei der Buchung. Wer jetzt plant, sollte ein paar Dinge pragmatisch angehen:

  • Früh buchen, vor allem für die Hotspots wie Japan im Frühling oder die Toskana im Sommer.
  • Kleinere Regionen ins Auge fassen: Wo die Hauptrouten überlaufen sind, warten oft die besseren Erlebnisse.
  • Lokale Regeln vorher checken: Linksverkehr in Japan, Maut in Italien, Wildcamp-Situation in Spanien — nicht erst am Schalter.

Die Kehrseite des Booms ist ehrlich gesagt auch eine Chance. Mehr Selbstfahrer heißt mehr Infrastruktur, mehr ausgewiesene Stellplätze, mehr Akzeptanz in Regionen, die uns vorher skeptisch beäugt haben. Wenn wir es richtig machen — also respektvoll unterwegs sind und nicht den perfekten Instagram-Moment suchen — profitieren am Ende alle davon.

Was wir im Blick behalten

Die Branche reagiert bereits: Reiseassistenz und Absicherung rücken stärker in den Fokus, weil mehr Selbstfahrer unterwegs auch mehr Risiken im Ernstfall bedeuten. Und die Buchungslage bleibt angespannt — wer flexibel ist, hat mehr Optionen, wer im August noch nach Sapporo will, muss improvisieren.

Durchatmen, pragmatisch planen, dann klappt das auch in dieser neuen Selbstfahrer-Welt. Wir machen das ja nicht erst seit gestern.